Posaunenchor

Posaunenchor – das Highlight der Woche

Es ist ein Donnerstagabend, der kleine Gemeindesaal hell erleuchtet. Gleich werden die Bläserinnen und Bläser von Petri zu ihrer wöchentlichen Probe mit Kreisposaunenwart Lothar Euen zusammenkommen. Gut ein Dutzend an der Zahl. Wenn niemand fehlt, sind es sogar 20 – Jung und Alt, darunter als hoffnungsvoller Nachwuchs auch drei Jugendliche, die Spaß am Musizieren und dem Posaunenchor haben. Besonders erfreulich, dass auch die große Tuba dabei ist. So wird ein gutes Fundament für ein ausgewogenes Klangbild gelegt - ganz entgegen dem derzeitigen Trend zur Trompete und mehr Sopran.
Lothar Euen ist mit der Zusammensetzung des Posaunenchores bei Petri momentan sehr zufrieden und er hofft, dass die jungen Bläser noch lange vor Ort oder in der Nähe bleiben und die älteren noch lange ihre Atemluft und gute Gesundheit behalten. Bestes Beispiel dafür sei sein Vater, der auch mit 93 Jahren noch immer sein Instrument spielt. „Man kann aber auch im höheren Alter sogar noch anfangen“, möchte er Interessierte ermutigen. Zurzeit unterrichtet er zwei junge Anfänger, die schon in der Grundschule mit dem Blasinstrument angefangen haben und jetzt in die 5. Klasse gehen. Bevor sie im Chor mitspielen können, müssen sie aber noch ein bisschen weiter in ihrer Ausbildung sein. Die „Lehrzeit“ beträgt etwa drei Jahre.
Martin ist an diesem Abend der Erste, der in der Runde Platz nimmt. Bald blitzen immer mehr Instrumente auf, die Probe kann beginnen. Die ältesten Bläser sind schon dabei gewesen, als der Posaunenchor ins Leben gerufen wurde. Horst erinnert sich: 1995 wurden die „Oldie-Bläser“ gegründet. Auch Christa und Tanja sind seitdem dabei. Und schon seit rund 20 Jahren leitet Lothar Euen den Posaunenchor, der nicht nur unsere Gottesdienste musikalisch mitgestaltet, sondern auch regelmäßig zu besonderen Anlässen wie beispielsweise Gemeindefesten, der langen Nacht der Kultur oder am Ostermorgen auf dem Nordfriedhof spielt.
Das Repertoire ist breit gefächert und reicht vom traditionellen Choral bis hin zur Popularmusik. Die Verknüpfung von geistlicher und weltlicher Musik schreite voran, sei aber nichts völlig Neues, erläutert der Kreisposaunenwart. Gute Musik habe sich schon früher gegenseitig beeinflusst. Und die sich wandelnde Art, ein Blasinstrument zu spielen, von traditionell fließend zu mehr rhythmisch, sei unheimlich spannend.
Allen Bläserinnen und Bläsern ist eines gemein: Sie lieben die Musik und die Gemeinschaft. Sie lassen sich fördern und fordern, haben einen Ausgleich zum Alltag, viel Spaß und Freude an der Begegnung mit Gleichgesinnten. Horst bringt es auf den Punkt: „Es ist das Highlight der Woche! In diesem Kreis fühle ich mich jünger.“
(Ingrid Schütte)





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